Die Designphilosophie: Vom Text ausgehen
Als Studio Everart Chapter I – die Statue von H.P. Lovecraft – entwarf, lag die zentrale Entscheidung darin, den Autor darzustellen, nicht seine Kreaturen. Lovecraft, nicht Cthulhu. Den Schriftsteller im Akt des Schaffens, umgeben von den Artefakten der Mythologie, die er aufbaute.
Chapter II wird dieselbe Philosophie auf Mary Shelley und Frankenstein anwenden. Nicht die Kreatur mit dem flachen Schädel à la Karloff. Nicht die Laborszene aus dem Film von 1931. Sondern die Autorin selbst – die biografische Gestalt, deren Leben und geistige Prägung ebenso fesselnd sind wie der Roman, den sie schrieb.
Mary Shelley mit 18: von Trauer gezeichnet, glänzend gebildet, außerhalb der Konventionen lebend, umgeben vom intellektuell ehrgeizigsten Kreis junger Menschen in England. Sie schreibt durch einen Albtraum hindurch. Sie schafft einen Roman, der Horror, Science-Fiction und die philosophische Frage der Schöpfung für zwei Jahrhunderte prägen sollte.
Was es nicht sein wird
Die Statue von Chapter II wird keine Darstellung der Universal-Kreatur sein. Sie wird kein Labor-Diorama sein. Sie wird Shelleys Roman nicht auf seine bekanntesten visuellen Elemente reduzieren.
Wer sich eingehend mit Mary Shelleys Roman beschäftigt hat – wer die Monologe der Kreatur gelesen hat, die philosophische Tragweite der Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf versteht und weiß, dass die Kreatur Milton und Goethe liest und ihre eigenen Schlüsse über ihre Lage zieht –, will nicht die Karloff-Version. Er möchte etwas, das der Tiefe der Vorlage gerecht wird.
Warum dieses Stück in Ihre Sammlung gehört
Die Reihe Masters of Madness beruht auf einer These: Die großen Autoren der Horrorliteratur sind Gestalten, deren biografische Bedeutung, intellektueller Ehrgeiz und kulturelles Erbe es verdienen, auf dieselbe Weise geehrt zu werden wie andere kanonische literarische Persönlichkeiten. Nicht durch Merchandise. Sondern durch ernsthafte, limitierte Kunstobjekte, die sich mit dem Motiv als vielschichtigem Menschen auseinandersetzen.
Mary Shelley erfüllt jedes Kriterium für diese Behandlung. Sie hat mit 18 zwei Genres erfunden. Sie hat außerordentliches persönliches Leid in bleibende Literatur verwandelt. Sie schuf einen Roman, dessen zentrale Frage – was schulden wir den Dingen, die wir erschaffen? – im Jahr 2026 drängender ist als 1818.
Chapter II wird auf 100 Stück limitiert sein, nummeriert, mit Dokumentation und Begleitmaterialien. Die Voranmeldung ist geöffnet.
Wer Chapter I (Lovecraft) und Chapter II (Shelley) erwirbt, baut die ersten beiden Kapitel einer Bibliothek der Gründungsfiguren der Horrorliteratur auf – eine Sammlung mit echter kultureller Stimmigkeit, dokumentierter Knappheit und Motiven, deren kulturelle Beständigkeit sich über Jahrhunderte bereits bewiesen hat.
Entdecken Sie das erste Kapitel: H.P. Lovecraft: The Forbidden Edition.